by Gabriele
20. März 2009 02:55
Nicht, dass es eine Überraschung wäre darüber zu lesen, dass die Bedeutung des Webs als Informationsquelle rasant zunimmt, der Beitrag bei der FAZ.NET liefert dazu konkrete Umfragedaten. Das Medienverhalten hat sich für mich bereits 1995 gravierend verändert, als ich die erste Flatrate installiert hatte. Mir war sofort klar, eine Tageszeitung brauchte ich nicht mehr, und statt zu telefonieren schrieb ich lieber E-Mails, auch wenn ich bei manchen Bekannten noch lange warten musste, bis sie eine Adresse hatten.
Die Monitore wurden zudem immer besser. Verschwamm mir bei 17 Zoll abends noch das Bild vor Augen, und bei 19 Zoll immerhin noch gelegentlich, bereitete mir ab 22 Zoll TFT auch stundenlanges Lesen vom Monitor überhaupt keine Sorgen mehr. Im Weiteren stehen zu einer Thematik mehrere Informationsquellen zur Verfügung, was dazu beiträgt, einen Sachstand aus mehreren Blickwinkeln betrachten zu können. Die Interaktivität geht weit über das Umblättern von Seiten hinaus, Querverweise erlauben es sehr schnell, Hintergründe zu vertiefen, Unterhaltung ist stets verfügbar, Kontakte auch, und das alles kommt aus einem einzigen Fenster.
Was digital vorliegt, ist schnell übermittelt, und auch (raub)kopiert, und irgendwie passt das alles nicht mehr so ganz in unser Geldsystem. Daran ist aber nicht das Internet schuld oder das soziale Bedürfnis der Menschen miteinander zu teilen was sie mögen (das endlich wieder Spielraum findet > soll jetzt aber keine Aufforderung zum hemmungslosen Kopieren sein...), vielleicht hat es ja nie zu uns gepasst? - Das würde so manches erklären...