by Gabriele
12. Mai 2009 18:53
In den Jahren 2001 bis 2004 bekam ich durch einen Bekannten der ein Unternehmen führte mehrere Fälle von Anzeigenbetrug mit und dokumentierte diese Fälle, nachdem ich mich durch Recherchen und diverse Telefonate über den Sachstand orientiert hatte, online.
Beliebtes Vorgehen war, bestehende Inserate eines Unternehmens zu kopieren und als Korrekturabzug zu faxen. Dadurch konnte es leicht zu Verwechslungen mit etwaigen laufenden Inseratenaufträgen kommen. Mit seiner Unterschrift fing der Unternehmer sich jedoch ein neues mehrjähriges Inseratenabo zu horrenden Kosten ein.
Ein Inkassobüro, das sich den Namen eines seriösen Unternehmens "lieh",
kümmerte sich dann um die Eintreibung der Außenstände, wenn ein
Unternehmer den Irrtum erkannt hatte und nicht bezahlen wollte. Die
Klageandrohungen waren zum Teil ziemlich dreist und zogen sich über bis zu drei Jahre, ohne dass es je zu einer Klage kam.
Von anderen Inseratenverkäufern wurden Kooperationen mit der Exekutive vorgetäuscht die nicht bestanden.
Ein Ende der Abofallen ist offenbar nicht abzusehen. Vor Web-Abzocken wird eindringlich gewarnt. Hier geht's zur C't.
Nachtrag: In dem Zusammenhang fällt mir noch das Web of Trust ein. Community-Mitglieder bewerten Seiten nach deren Seriosität und wie sie es mit Jugend- und Datenschutz halten. Ein Browser-Plugin warnt vor dem Betreten von zweifelhaften Webinhalten.