by Gabriele
5. Juni 2009 02:20
Mehrere Tausend Jahre hat es gedauert, bis aus dem betonierten Wort
(Verstand / männlich) wieder ein flexibler Informationsfluss (Intuition
/ weiblich) werden konnte. Ja, es ist anders, fühlt sich anders an, und
offensichtlich wollen es die Menschen, weil es ein ursprüngliches Bedürfnis ist, so wie das (Mit)Teilen. Nicht mehr lange, und das geht
in Echtzeit (
Google Wave). Unsere Organisationsstrukturen ändern sich mit unserem
Denken, und das ist derzeit viel zu wenig dicht (emotional/sozial)
vernetzt. Ein mäandernder Fluss ist reichhaltiger als einer der nur
grade durchfließt, und dann auch noch seinen eigenen Durchfluss mit
Schotter verstopft.
Zeigt mir doch mal jemanden, der über
"Vollwissen" oder die "Vollwahrheit" verfügt. Es wird viel über
Halbwahrheiten und Halbwissen geschimpft, als hätten wir je über etwas
anderes verfügt. Heute wird das als "wahr" proklamiert, und morgen ist
es das Gegenteil. Unschärfen sind die Quelle von Vielfalt und
Kreativität. Was da gerade stattfindet ist das Wiederaufschalten der
Intuition. Millionenfacher Datendurchsatz, unsagbar viel mehr
Einzeleindrücke die das Denken beflügeln und jede Recherche zwar
aufwändiger machen, einem dabei jedoch viel mehr Impulse und
Sichtweisen mit auf den Weg geben.
Der Übergang ist etwas
chaotisch, doch da wir ja davon ausgehen intelligent zu sein, müssen
wir folglich auf die intelligente Selbstorganisation vertrauen... ;-). Durch Social Aggregation wird gerade in großem Maßstab Differenzierung neu erlernt.