Heute probiere ich Clipmarks und Twitterfeed aus. Vorher ein paar Hintergründe, was ich mit Twitter (Wikipedia über Twitter) so alles anstelle. Ich plädiere dafür, den eigenen Twitterstream unbedingt auch persönlich zu betreuen und auf Fragen, Erwähnungen etc. die an einen gerichtet sind, einzugehen. Im Socialweb zählt das Persönliche. Machen Sie es nicht, wenn es für Sie eine bloße Pflichtübung darstellt. Web 2.0 lebt von der Freude am Tun, und die ist erkennbar. Das gilt ganz besonders für Twitter, wo reine Produktdarbietung nicht dazu geeignet ist, mit anderen Menschen ins Gespräch, geschweige denn ins Geschäft zu kommen.
Meine Twitternews gehen unter anderem an Facebook, soup.io, Windows-Live, Yahoo, die Aktuell-Seite meiner Website etc., so exzessiv deshalb, um Erfahrungen zu sammeln und bei Bedarf an meine Kunden weitergeben zu können. Um Twitter herum ranken sich 100e, wenn nicht 1000e von Applikationen mit denen Twitter gefüttert, eingebunden oder statistisch ausgelesen und sogar visualisiert werden kann.
Eine Art und Weise seinen Twitterstream zu ergänzen ist Friendfeed. Friendfeed wiederum ist mit anderen Webdiensten aktualisierbar. Wenn ich beispielsweise bei MisterWong einen neuen Link speichere, liest Friendfeed das aus und generiert daraus ein Posting. Das geht dann weiter an Twitter (weswegen ich die Wong-Option, einen Link zu twittern, nicht mehr nutze, sonst würden die Links bei Twitter doppelt gepostet), und von dort an die zu synchronisierenden anderen Netzwerke. Dasselbe passiert mit jenen Videos auf Youtube, die ich zu meinen Favoriten erkläre. Hinter all dem steckt eine simple XML-Datenstruktur (meine Website so wie dieses Blog verwenden auch XML, das den Vorteil hat, sich wie eine Datenbank auslesen zu lassen, ohne dass man eine Webhostingprodukt mit Datenbank braucht), die bereits 1999 von Netscape zum Austausch von News benutzt wurde. Es ist aus dem Web 2.0 nicht wegzudenken. Dabei hat es eine Weile gedauert, bis seine Bedeutung für den Austausch von Inhalten breit erkannt worden war.
Eine XML-Struktur ist eigentlich eine Textdatei, in der das, was in einer Datenbank ein Datenfeld wäre, zwischen zwei Tags steht, die in einer Tabelle die Feldnamen wären. Auf diese Weise können sogar Datenbanken XML lesen und daraus Tabellen machen. So kann eine XML-Struktur aussehen am Beispiel einer Sitemap.

Wenn ich auf Recherche bin weil ich beispielsweise ein technisches Problem lösen muss, finde ich oft interessante Informationen, die ich gerne irgendwo festhalten und mit anderen teilen will. Hier bietet es sich an, ein Social-Bookmarking-Dienst zu nutzen, und einen Hinzufügebutton in der Linkleiste seiner Browsers zu platzieren, um dafür die Seite nicht verlassen zu müssen. Mister-Wong gehört zu den populären Diensten, steht in deutscher Sprache zur Verfügung und speichert Links suchmaschinenfreundlich. Manchmal ist es aber ein ganz bestimmtes Zitat oder ein Hinweis, das / der (be)merkenswert ist. Für solche Fälle benutze ich in Hinkunft Clipmarks. Mit dem Browserplugin reicht ein Mausklick, und schon kann ich einen oder mehrere interessante (Teil)Inhalte markieren, zum Clipboard hinzufügen und beliebig weiterverwenden, denn für meine Clipmarks-Postings gibt es ein Feed-Abo.
Das wiederum lasse ich von Twitterfeed stündlich auslesen und in meinen Twitterstream aufnehmen. Da mein Blog über keine Erweiterung verfügt mit der ich automatisch Twitterupdates generieren lassen kann, übergab ich den Auftrag ebenfalls an Twitterfeed.

Das war nur ein kleiner Ausschnitt aus der Verteilung meiner Inhalte in und über Netzwerke. Auf diese Weise könnte ich mit einem Anliegen mit wenig Aufwand viele Menschen erreichen. Allerdings ist Technik nur das Hilfsmittel um Berührungspunkte herzustellen, mit denen man dann arbeiten kann. Die Streuung von Inhalten verpufft ins Leere, wenn Sie die Netzwerke an die Informationen gesendet werden, nicht auch persönlich betreuen können (ich räume ein, dass das bei mir bei der Vielzahl von Netzwerken die ich schon getestet habe, eine ganze Menge sind, es kristallisierte sich mit der Zeit heraus, wo ich mich gerne aufhalte und aktiv bin). Wählen Sie die Mittel und was Sie preisgeben wollen daher mit Bedacht. Natürlich helfe ich dabei auch gerne.