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Was es bei der Vergabe von Webprojekten zu beachten gibt

by Gabriele 29. Juni 2010 19:02

Bereits bei der Auswahl des Webdesigners sollten Sie sich für einen entscheiden, dessen Webauftritt Sie visuell und inhaltlich anspricht. Nur dann gehören Sie nämlich zur (mehr oder weniger) bewusst gewählten Zielgruppe, von der er bereits weiß, dass er auf ihre Bedürfnisse eingestellt ist.

Die Qualität des Ergebnisses hängt nicht nur von der Zubereitung, sondern auch von den Zutaten ab. Schlechte Bilder überzeugen und verkaufen schlecht. Je nach geplanter Absicht lohnt es sich schon mal, einen professionellen Fotografen zu engagieren. Sollen aufgenommen Objekte freigestellt werden, kann man auch das bereits bei den Aufnahmen berücksichtigen (weiße Unterlage, weißer Hintergrund).

Besonders was die Qualität von Bildmaterial betrifft, kommt es immer wieder zu Missverständnissen. Wenn Sie Ihr Webdesigner oder Layouter von Printvorlagen um hoch aufgelöste Fotos bittet meint er damit sie in ihrer vollen Pixelgröße haben zu wollen, in dem Format und der Auflösung wie sie von der Digitalkamera aufgenommen wurden (Dateigrößen von zwei Megabyte und - eher noch - mehr). Das bedeutet meist, eine CD oder DVD brennen zu müssen oder die Daten auf einem USB-Stick vorbeizubringen, per Post zu schicken oder nur an ausgewählte Personen freigegebenes Filesharing zu nutzen (beispielsweise Live-Mesh, Opera-Unite oder ähnliche Dienste).

Sollten Sie Ihr Layout von einem Grafiker gestalten lassen wollen, ist in den meisten Fällen dennoch ein Webdesigner für die webtechnische Umsetzung der grafischen Vorlage zuständig. Dafür braucht er das Material das der Grafiker Ihnen aushändigt. Beachten Sie, dass die Entwicklung eines Grafikdesigns und dessen technische Umsetzung zwei verschiedene Kostenposten sind, auch wenn sie nicht zwingend von zwei verschiedenen Personen kommen müssen.

Spezielle Wünsche und Vorstellungen, auch wenn es sich "nur" um vermeintlich zu vernachlässigende Details handelt, sollten Sie bereits vor Auftragserteilung bekannt geben. Anpassungen die hinterher erfolgen sollen sind meist aufwändiger und mitunter innerhalb des Funktionsumfangs des verwendeten Systems gar nicht vorgesehen. Im schlimmsten Fall muss auf ein anderes System umgestellt werden, was die Kosten erhöht und je nach sonstiger Auslastung des Designers zu unbilligen Verzögerungen führen kann.

Webtechnologien entwickeln und verändern sich (2010 scheint es besonders viele größere Versionssprünge zu geben), werden erweitert, gefixt, verbessert, semantisch, an neue Umgebungsbedingungen angepasst. Das bedeutet zwar regelmäßigen Wartungsaufwand (je nach System und eingesetzten Modulen und Plugins unterschiedlich), andererseits aber wachsen die Systeme auf diese Weise mit den Anforderungen, den Fortentwicklungen der Webstandards und gesetzlichen Bestimmungen mit, so dass nicht nach wenigen Jahren ein kompletter Relaunch ins Auge gefasst werden muss.

Bei entdeckten Änderungswünsche oder Fehlern erleichtern Sie Ihrem Webdesigner den Aufwand erheblich, wenn Sie ihm mit dem Änderungswunsch oder der Reklamation den Link zu der Seite die es betrifft gleich mitschicken. Meinen Sie es besonders gut mit ihm, erwähnen Sie auch noch, mit welchem Browser (z.B. Internetexplorer, Firefox, Opera etc.) und welcher Version davon Sie die Seite betrachtet haben.

So bleibt die Konzentration des Webentwicklers ganz da wo sie hingehört, bei Ihrem Projekt.

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